Die Anfänge
Wie alles begann
Die frühen Arbeiten entstehen ab 1990 aus einer konsequenten Beschäftigung mit Material und Prozess. Im Zentrum steht Stahlblech — ein industrielles Material, das Danielle Orsinger durch Säurebehandlung in Korrosion versetzt und damit der Zeit überantwortet. Sand tritt hinzu, raut die Oberflächen auf, lagert sich ein.
Die Arbeiten entstehen nicht aus einem Bild, das es zu realisieren gilt, sondern aus dem Dialog mit dem Material selbst. Farbe zeigt sich gedämpft, in Tönen, die dem Natürlichen folgen — Ocker, Grau, Rostbraun, verwittertes Weiss. Jede Arbeit besteht aus einem oder bis zu 48 Einzelteilen, die zueinander in Beziehung treten und den Raum gliedern.
Struktur, Farbe und Material sind gleichwertige Elemente — keine Hierarchie, keine Geste, die mehr behauptet als das Werk zeigt.