UStronauts

Out There Inside Of Us

«Wir wollen die Menschen vereinen und verrennen uns dabei in in ein Dickicht neuer Begriffe und Kategorien.»

Nationalität. Religion. Geschlecht. Herkunft. Status. Hautfarbe. Politische Zugehörigkeit. Wir benennen, kategorisieren und unterscheiden immer genauer. Doch je mehr Begriffe wir zwischen uns stellen, desto leichter wird aus einem Menschen der Andere.

Niemand wird als der Andere geboren.

Die UStronauts sind Figuren einer Welt, in der diese äusseren Zuschreibungen verschwinden. Ihre Anzüge verbergen Herkunft, Geschlecht, Alter und gesellschaftlichen Status. Was bleibt, ist der Mensch.

Sie sind keine Astronauten auf der Suche nach dem Weltraum. Ihre Reise führt nach innen.

Das Schneckenhaus auf ihrem Rücken ersetzt den Sauerstofftank. Es steht für Heimat, Schutz und Rückzug, für den inneren Ort, den wir in uns tragen.

UStronauts are all of us.

In der Installation werden die Figuren zu einer stillen Gesellschaft. Sie bilden Gruppen, begegnen einander, scheinen zuzuhören und miteinander zu kommunizieren. Andere bleiben allein oder am Rand, als suchten sie noch ihren Platz. Nähe, Distanz und Anordnung werden Teil des Dialogs.

Den UStronauts stehen die RAWbots gegenüber. Rostig, verhärtet und mit versteinerten Schneckenhäusern auf dem Rücken verkörpern sie nicht das Böse, sondern jene Teile in uns, die sich verschliessen und abgrenzen.

UStronaut und RAWbot sind deshalb kein Gegenüber von Gut und Böse. Beide sind in uns.

Vielleicht müssen wir nicht weniger verschieden werden.

Vielleicht müssen wir lernen, verschieden zu sein, ohne einander zu den Anderen zu machen.

UStronauts are not about space.
They are about us. About all of us.
Not from the United States.
But for a United State of Mind.Out there inside of us.
Infos
«UStronauts» Ausstellung 2026, Amöbe, Vals